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Warum Werbetreibende unbedingt auf Wetter-Targeting setzen sollten

by meteonomiqs
Warum Werbetreibende unbedingt auf Wetter-Targeting setzen sollten

3 Gründe, warum Wetter-Daten im Marketing so wertvoll sind

Schuld hat immer das Wetter: Regen vermiest uns den Grillabend, ein bevorstehender Wetterumschwung sorgt für Kopfweh und ist es zu heiß, gehen die Umsätze zurück, weil alle am See liegen, anstatt zu shoppen. Egal was wir tun, ob im Alltagsleben oder im Business, das Wetter spielt immer eine Rolle.

Aber warum es so negativ sehen? Wenn das Wetter schon so einen immensen Einfluss hat, wieso dann nicht wortwörtlich Kapital daraus schlagen?

Warum es sich lohnt, das Wetter kontinuierlich mit einzubeziehen und wetterbasiertes Advertising gerade in Zeiten des Abgesangs auf 3rd Party-Cookies aktueller denn je ist, nehmen wir in diesem Artikel genauer unter die Lupe.

1. Wetter ist relevant und liefert wertvolle Einblicke in das Verhalten der Kunden

Die Relevanz von Wetter hat jeder schon am eigenen Leib gespürt. Nicht nur, dass es uns jeden Tag begleitet, sondern es macht auch etwas mit uns. Dabei „triggern“ verschiedene Wetterbedingungen uns auf unterschiedliche Art und Weise.

Hier 2 Beispiele aus der Wissenschaft:

  • Schon allein die Aussicht auf schönes Wetter sorgt dafür dass wir großzügiger gestimmt sind. Das ging aus einem Experiment zweier amerikanischer Psychologen hervor, bei dem die Bedienung eines Restaurants auf der Rückseite der Rechnungen das zu erwartende Wetter aufmalen sollte. Der Effekt: Diejenigen Gäste, die am nächsten Tag blauen Himmel erwarteten, gaben mehr Trinkgeld.
  • Auch unser Erinnerungsvermögen scheint vom Wetter beeinflusst zu sein, wie eine Untersuchung des australischen Wissenschaftlers Joseph Forgas gezeigt hat. Kunden eines Zeitungskiosks sollten sich zehn Dinge merken, die auf dem Tresen standen. Das Ergebnis: Teilnehmer an regnerischen Tagen konnten sich an dreimal so viele Gegenstände erinnern wie Teilnehmer, die bei Sonnenschein befragt wurden.

Weil das Wetter untrennbar mit unserem Alltag und unserer Gefühlswelt verbunden ist, ist auch unser Konsumverhalten unmittelbar davon beeinflusst. Das ist natürlich nichts Neues. Doch nicht selten wird dieser Faktor von Werbetreibenden unterschätzt, birgt aber viele erstaunliche Überraschungen und Möglichkeiten. Denn der Einfluss des Wetters geht deutlich über den Zusammenhang von Regen und dem Abverkauf von Regenschirmen hinaus.

Einfluss Temperatur und Niederschlag

Wie man die Zusammenhänge zwischen Wetter und Online-Verkäufe im Google Data Studio analysiert, was es dafür braucht und welche praktischen Rückschlüsse man daraus ziehen kann, zeigt die Case Study, die wir gemeinsam mit unserem Partner mohrstade für herrenausstatter.de durchgeführt haben.

2. Wetter ist ein Verkaufstreiber und guter Absatzprädiktor

“Bei dem Wetter habe ich richtig Lust auf xyz”. Bezogen auf unterschiedliche Produkte, hat diesen Satz bestimmt jeder schon einmal gesagt. Denn: Für welche Produkte sich Kunden interessieren und ob es zum Kaufabschluss kommt, hängt entscheidend davon ab, wo sie sich bei welchem Wetter befinden. Dabei aber reagieren Produkte und Vertriebswege völlig unterschiedlich auf Wetter, das zudem täglich und regional sehr verschieden ist.

Das bedeutet: Um mit Wetter-Targeting wirklich erfolgreich zu sein, ist es unbedingt erforderlich, die richtigen Trigger-Punkte zu kennen. Also beispielsweise soll die Werbung ab 20 oder 25 Grad ausgespielt werden?

Wie wäre es da, wenn es ähnlich wie eine Wetter-App, mit der wir unseren Alltag möglichst optimal auf das Wetter abstimmen können, etwas gäbe, mit dem man seine Marketingaktivitäten möglichst optimal aufs Wetter abstimmen könnte. Ein AddOn, das anzeigt, wann es sich wo für welche Produkte lohnt, Werbung zu schalten und dieses dann auch automatisiert umsetzt.

Grafik Produkt-Wetter-Indizes

Eine Antwort auf die Frage, wie sich das Kaufverhalten pro Produkt, Ort und Wetter verhält, liefern sogenannte Produkt-Wetter-Indizes, die basierend auf dem GfK Consumer Panel Deutschland und unseren Wetterdaten die lokale Nachfrage nach einzelnen Produktgruppen vorhersagen.

Von Bier-Wetter über Fashion-Wetter bis hin zu Erkältungs-Wetter – die Produkt-Wetter-Indizes sind für über 100 Produktkategorien verfügbar und können als Targeting-Segmente sowohl in allen gängigen AdTech-Plattformen integriert als auch für Google Ads-Kampagnen genutzt werden. Über eine automatische Ort-Zeit-Optimierung wird die Werbung immer genau dann ausgespielt, wenn sie örtlich, zeitlich und wetterbedingt relevant ist.

Schauen Sie gerne einmal unsere Liste der verfügbaren Produkt-Wetter-Indizes durch. Sind die passenden Produkte nicht mit dabei? Sprechen Sie uns an. Wir erstellen auch individuell auf Ihr Angebot abgestimmte Indizes.

3. Wetter fördert die personalisierte Ansprache und funktioniert auch in einer Welt ohne Cookies

Die Marketingwelt steht vor einem Wendepunkt. Immer strenger werdende Datenschutzrichtlinien und der langsame, aber unabwendbare Tod der 3rd Party-Cookies setzen die gesamte Werbebranche gehörig unter Druck. Nun gilt es, schnell alternative Wege für eine gezielte und effiziente Kundenansprache zu finden.

Ein Ansatz ist situatives Targeting, wobei sich die Kommunikation mit dem Kunden nicht an den Inhalten, die er konsumiert, orientiert. Dreh- und Angelpunkt ist vielmehr seine aktuelle Situation. Also die Frage nach dem wo, wie und unter welchen Rahmenbedingungen. Dass das Wetter hier eine große Rolle spielt, haben wir oben bereits hergeleitet.

Situative Daten wie das Wetter ergänzen die Personalisierung und Wetter-Targeting wird damit zu einer erfolgversprechenden Alternative zum cookiebasierten Behavorial-Targeting. Wetter eignet sich wunderbar zur (Aus-)Steuerung und liefert die passenden Voraussetzungen, um Umsätze anzukurbeln.

Case Study Herrenausstatter

Egal ob DSP, DMP oder CDP – unsere Produkt-Wetter-Indizes sind in alle AdTech-Systeme ohne großen Aufwand integrierbar. Sprechen Sie uns gerne an. Gemeinsam optimieren wir Ihre Marketingkampagnen und generieren mit unserer Lösung starke Sale-Pushes.

Weitere Informationen und Cases finden Sie auch in unserem Whitepaper „Weatherize you Ads“ – So optimieren Sie Ihre Kampagnen mit Wetterdaten.

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